| Tuerkei Special |
|
|
Tierschutz und Hundeleben in der Türkei ![]() Kurzinformationen zur Türkei Die Türkei (Eigenbezeichnung Türkiye) ging nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Osmanischen Reich hervor. Die Türkei als laizistische Republik (Hauptstat Ankara) geht zurück auf den Staatsgründer Mustafa Kemal "Atatürk". Seit dem 3. Oktober 2005 laufen die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der Europäischen Union. Die geografische Lage der Türkei erstreckt sich über zwei Kontinente. Der asiatische Teil (Anatolien) nimmt etwa 97 %, der europäische Teil (Thrakien) etwa 3 % der Landesfläche ein. Größte Stadt und kulturelles Zentrum ist das am Bosporus gelegene Istanbul, welches zu beiden Seiten der Meerenge liegt. Der europäische und asiatische Teil der Stadt werden durch die Bosporus-Brücke und die Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke verbunden. Sinnvoller Auslandstierschutz! In der Türkei steckt der Tierschutz noch in den Kinderschuhen. Die Hunde leben auf der Straße, werden gequält, misshandelt, vergiftet... Die Menschen dort kennen und kannten es in der Vergangenheit nicht anders, sie betrachten einen Hund eher als Gebrauchs-/Nutztier und nicht wie hier als Familienmitglied und wenn das Tier nicht mehr gebraucht wird, wird es einfach entsorgt. Das Tierschutzgesetz besteht nun seit 2004 und zwischenzeitlich wurden auch Verordnungen erlassen und ein Übereinkommen mit dem Europarat unterzeichnet, doch bei der Umsetzung all dieses, hat die Türkei nach wie vor große Probleme. Es wird immer noch versucht das Problem der großen Anzahl der Straßentiere durch Vergiftungen zu lösen. Langfristig kann und wird es aber nur eine Lösung sein, die Tiere einzufangen, zu impfen, kastrieren und an ihren Fundorten wieder auszusetzen. Nur durch nachhaltige Kastrationen wird sich die Population der Straßentiere verringern. Für die Tiere, die keine Überlebungschancen auf der Straße oder in den Wäldern haben, müssen anständige und mit tierliebes Personal ausgestattete Tierheime errichtet werden. Hier sollten und müssen die Gemeinden die Verantwortung, die ihnen auch durch Gesetze aufgetragen wurden, übernehmen. Doch von diesem Zustand ist die Türkei noch weit entfernt und die freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer stehen oft allein vor all diesen Problemen und versuchen mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, sei es finanziell oder durch Händearbeit, ihr bestes für die Tiere zu tun. Zurzeit ist es noch ein Kampf gegen Windmühlen und einer unserer Aufgaben muss sein, diese Menschen zu motivieren. Ihnen unsere Hände zu reichen und sie zu unterstützen. Ihnen zu zeigen Sie sind in diesem Kampf nicht allein. Auch wir haben keine großen finanziellen Mittel, doch auch mit kleinem Budget kann das eine und andere Tier geimpft, kastriert, medizinisch versorgt werden. Auch wenn kein Futter oder Wasser vorhanden ist, kann ein kleiner Tropfen lebensrettend sein. Auch die Unterstützung der türkischen Tierfreunde auf politischer Ebene, die Hilfe bei Aufklärung der Bevölkerung, die Sensibilisierung der Menschen im In- und Ausland, die Unterstützung bei Protesten, die Übernahme einer Tierpatenschaft… ist Hilfe. Auch wir wissen es wird kein einfacher und kurzer Weg und ohne Unterstützung schwer zu schaffen, aber die Hoffnung, dass der Weg des Schattens die Tiere irgendwann ins Licht führt, haben wir. |

