Tiergeschichten Drucken
Dienstag, 15. April 2008
Wer hat Lust beim Erstellen eines Buches/Taschenbuches... mitzumachen?
Es werden noch Autoren gesucht.

Wir wollen ein Buch mit Tiergeschichten erstellen. Der Erlös soll dann natürlich dem Tierschutz zu Gute kommen.

Dafür suchen wir "Eure schönste Tiergeschichte"!

Über welches Tier Ihr schreiben möchtet ist völlig egal, aber es sollten wahre Geschichten aus dem Leben sein und wir benötigen die Genehmigung zur Veröffentlichung als Buch, auf der Hompage, oder in Zeitschriften. Lustige, traurige, kuriose Geschichten, über die Herkunft, Erlebnisse, Zusammenleben, Begegnungen ...

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Eure Geschichte schickt Ihr bitte mit dem Betreff "Tiergeschichten" per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Bitte nicht den Titel für Eure Geschichte vergessen und den Hinweis, ob Ihr als Autor mit Vorname, vollständigem Name, Initialen erwähnt werden, oder anonym bleiben möchtet.

Wir werden die Geschichten dann sammeln, bis wir genügend für ein Buch haben. Wie es dann weitergeht werden wir Euch natürlich mitteilen.

Wir freuen uns auf viele schöne Geschichten!

Eine kleine Geschichte für Euch vorab.

Schicksal?

Wisst Ihr eigentlich wie ich zu meinem Viech gekommen bin?
Ganz einfach, es war Schicksal. Oder Bestimmung. Oder irgendetwas in der Art, die man nicht beschreiben kann.

Schuld war unser Raudi, der langsam älter wurde. So kamen wir auf den Gedanken einen Zweithund anzuschaffen und mal wieder mehr Schwung in die Bude zu bringen. Wo ein Hund ist, ist auch für einen Zweiten Platz.
Es sollte ein Welpe sein. Das Bärchen war nicht unbedingt das, was man einen verträglichen Hund nennen würde, aber mit einem Welpen, das wussten wir, würde es klappen. Und Robust sollte er sein, bestach unsere Mischung aus Setter und Riesenschnauzer doch nicht unbedingt durch sein Feingefühl.

Durch „Scott und Hutch“ inspiriert wollte Stefan gerne eine Bordeauxdogge, oder zumindest was Mollosser – artiges. Nach einigen Tierheimbesuchen war schnell klar das es im Jahr 2000 so gut wie unmöglich war einen derartigen Hund aus dem Tierheim zu bekommen. Der Rasselisten – Wahnsinn griff gerade um sich.

Eine Zeit später hing bei uns im Futterladen um die Ecke ein Aushang „ Doggen Mischlingswelpen abzugeben“. AHA!! Wunderbar!

Die Kleinen waren auf einer Pflegestelle untergebracht und am Wochenende setzten wir uns ins Auto um uns die Zwerge mal „nur mal“ anzuschauen. Erst einmal ohne unser Bärchen, wir wollten ja nicht gleich alle mit dem Rambo verschrecken.

Nach einer Stunde Autofahrt kamen wir an und stiegen aufgeregt aus dem Auto. Mein Blick wanderte zum Garten... und ich bin keinen Schritt mehr weitergegangen! Da lief doch glatt ein Schäferhund dort frei rum. No way! Nicht mit mir! Litt ich doch zu der Zeit noch an einer anerzogenen „Schäferhundphobie“.

Nach vielen beruhigenden Worten und der Versicherung das diese Schäferhündin eigentlich ganz lieb wäre, habe ich mich dann doch breitschlagen lassen den Garten zu betreten. Ich wollte ja schließlich die Doggen – Zwerge anschauen.

Kurz, der Tag war ein Reinfall! Ein Welpe war schon vergeben und die andere Maus, „Farina“, war so ängstlich das ich Zweifel hatte ob sie dem etwas ruppigen Wesen unseres Bärchen gewachsen wäre.

Und dann war da noch dieser vermaledeite Schäferhund. Der hing nämlich den ganzen Nachmittag bei Stefan auf dem Schoss und biederte sich an. „Schatz, nu schau doch mal die Welpen“ Keine Reaktion... „Schatzi, waren wir nicht wegen der WELPEN hier?“ Nix! Hatte ich da gerade richtig gehört? Da diskutiert er doch glatt mit dem Pflegefrauchen darüber ob nicht die Laika die richtige für uns wäre !? Leute, nun mal ehrlich. Mir kommt ja alles ins Auto. Aber gaaanz bestimmt kein Schäferhund. Ende, Aus, Basta. * kopfschüttel * Na die kommen vielleicht auf Gedanken.

Verblieben sind wir an dem Nachmittag so, das wir mit Raudi noch mal vorbeischauen und ausprobieren was Farina zu ihm sagt.

Also am nächsten Sonntag den selben Weg noch mal. Raudi fand das alles mal wieder super spannend und hat mir auf dem weg dorthin schon den letzten Nerv geraubt mit seiner Quasselei. Entsprechend angefressen bin ich aus dem Wagen geklettert und prompt war da schon wieder dieser Schäferhund. Mist! Meine geheimste Hoffnung auf eine Vermittlung in der Zwischenzeit hatte sich also nicht erfüllt. Was solls.... shit happens…. Egal was die wollen, ich setze mich durch. Jawohl! (Dachte ich jedenfalls.)

Raudi war ob der Vielzahl der Hunde völlig entsetzt und brauchte seine ganze Energie um sein Frauchen vor all den anderen Hunden zu beschützen. Weder der Schäferhund noch die Welpen haben ihn im geringsten interessiert.

Farina saß übrigens die ganze Zeit in der Ecke und versteckte sich. Toll! Natürlich ganz im Gegensatz zu Laika, die die ganze Zeit vor Raudi hin und her hüpfte, ihn zum spielen animierte, zwischendurch Stefan abknutsche und wirklich alles dafür tat um meinen Plan „Ich will keinen Schäferhund“ zu vereiteln.

Haallloooo?? Das kann doch nicht euer Ernst sein, habe ich da gerade was von Schutzvertrag gehört? Ich kriege ne Krise.....

Dann ging alles ganz schnell und bevor Raudi und ich gucken konnten saßen wir wieder im Auto und promt sprang Laika hinterher, setzte sich auf den Sitz neben Raudi und war auch nicht mehr zum Aussteigen zu bewegen. Gut, dann soll sie halt gleich mitfahren. Ich ergab mich sprachlos in mein Schicksal.

Ich weiß nicht mehr wer fassungsloser war, Raudi oder ich. Zumindest haben wir beide die ganze Rückfahrt angestrengt aus dem Fenster geschaut und geschmollt.

Raudi war fassungslos, ich sauer. Ein Schäferhund??

Ja, ein Schäferhund! Und zwar die beste kleine Maus die man haben kann. Heute liegt mein Krümmel neben mir auf dem Sofa, Raudi ist schon hinter der RBB.

Und wenn ich heute noch mal die Wahl habe und mir einen Hund aussuchen könnte.... es wäre immer wieder ein Schäferhund.

Es sollte wohl einfach so sein.

(geschrieben von Tanja)
 
   
 
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