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Bericht von Gert bei einem Besuch in Yenifoca.
Wie sieht so ein Tag
bei Nülgin und Mustafa Karsilayan aus?
Nilgün steht jeden morgen, 7 Tage in der Woche, um 5 Uhr auf.
Mustafa schläft etwas länger,
was aber auch einen Grund hat.
Es werden dann früh morgens Nudeln und Hühnerhälse
gekocht. Dazu kommt Gemüse und Trockenfutter. Milch wird auch immer mitgenommen.
Wenn Mustafa aufgestanden ist, geht er zuerst mit den Hunden raus.
In der Zeit verteilt Nilgün das Futter auf diverse Näpfe. Mustafa kümmert sich nach dem Gassi gehen um die Bodenpflege, Wischen
und Staubsaugen. Das hat mein Bild vom türkischen Mann auch ein wenig umgeworfen.
Dann wird gefrühstückt. (Sehr lecker)
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Wenn dies vorbei ist und das Auto mit Futter und
Wasser beladen ist, geht es auf Fütterungstour.
Zurzeit versorgen die beiden ca.75 Hunde am Tag (die eigenen Hunde im Haus, die Hunde auf dem Grundstück Yenifoca und auf der Straße).
Um es etwas verständlicher zu machen, hier mal eine Entfernungstabelle:
Yenifoca > Foca = 26 Km
Yenifoca > Tierheim Foca = 16 Km
Yenifoca > Eigenes „Tierasyl“ 9 Km
Es geht dann Richtung „Eigenes Tierasyl Yenifoca“.
Am Ende des Ortes dann der erste Halt.
Es werden 3 – 4 Hunde an der „Müllecke“ versorgt.
Einer dieser Hunde hat einen Staupetick und ist
sehr scheu. Er wird schon mal von den Anderen vom Futter vertrieben. Sodass
sehr darauf geachtet wird, dass er genug mitbekommt. Nicht weit davon gibt es den 2. Halt. Es gibt
dort eine Siedlung, wo auch einige Polizisten wohnen. Am Ende der Siedlung werden wieder 3 – 4 Hunde
auf einer Treppe gefüttert.
Einer von denen hat offensichtlich eine gebrochene Pfote. Ihn haben wir in den letzten
Tagen nicht mehr gesehen.Dann, einige Kilometer weiter, geht es von der Asphaltstraße ab.
Vorbei an 2 ärmlichen Bauernhöfen. Dort werden auch mehrere Hunde versorgt. Nilgün versucht immer wieder,
die Kinder auf dem Hof anzuleiten, wie sie mit den Tieren umgehen müssen. Sodas sie zumindest die Tiere
mit Wasser versorgen und Ähnliches.
An manche Hunde muss man Schmiergeld (Futter), aus dem fahrendem Auto
heraus, bezahlen.
Sonst kommt man dort nicht durch. Jetzt sind wir dann bei den eigenen Hunden angekommen.
Es sind 37 Tiere. Sie bekommen alle eine eigene Futterschüssel. Die
Wasserbehälter werden gereinigt und neu befüllt. Der Hundekot wird von Nilgün „Handverlesen“.
Zur Zeit ist der Bereich in 3 Zwingeranlagen aufgeteilt. Die Tiere sind alle sehr freundlich und auch gut genährt.
Sie werden auch regelmäßig geimpft.
Nachdem die Näpfe und der Beutel mit Nilgüns „Beute“
verstaut sind, geht es wieder Richtung Siedlung in Yenifoca. Dann wird das Mittagessen vorbereitet. Mustafa führt die
Hunde aus.
Das Essen war immer sehr gut. Es wird dort nur sehr wenig Fleisch gegessen.
Aber Unmengen an Yoghurt. Mehrere Kilo pro Woche. Jetzt müssen noch die Hausarbeit und die
Einkäufe erledigt werden.
Dann wird es etwas ruhiger, falls nicht wieder das Telefon klingelt. Das tut es aber
sehr oft.
Am Abend, so gegen 21:00 bis 21:30 Uhr geht es auf
die Tour mit der „Nachtpost“, wie Nilgün es nennt.
Das bedeutet, dass Mustafa losfährt, um die Straßenhunde in
der Stadt zu versorgen. In der Saison macht Mustafa das nachts gegen 01.00 Uhr, da dann die Gefahr verprügelt
zu werden geringer ist. Außerdem führt Mustafa auch die eigenen Hunde nachts noch mal aus, da es dann weniger
Stress mit den Nachbarn gibt. Das ist auch der Grund, warum Mustafa länger schläft.
Dieser Tagesablauf geht so jeden 2. Tag. An den anderen Tagen kommt dann
noch der Besuch im
Tierheim Foca dazu.
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