Rennmaus Drucken
Montag, 19. Mai 2008
Rennmaus Kurz-Infos:

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Die Mongolische Rennmaus kommt aus den Halbwüstengebieten der Mongolei und Nordchinas.
Hierzulande erfreuen sie sich mittlerweile immer größerer Beliebtheit als Heim- und Beobachtungstiere, so daß ich hier mal einige Kurz-Infos über sie berichten möchte.

Wie der Name schon drauf schließen läßt, gehört sie zu der Familie der Mäuseartigen. Die Rennmaus hat eine sehr liebenswerte Art an sich, die uns sehr schnell in ihren Bann gezogen hat. Ein Vorteil von vielen anderen Mäuseartigen, riecht sie nicht so streng wie diese.

Leider ist es auch hier nicht anders als bei den anderen Heimtierarten und sehr viele Renner müssen unter nicht artgerechten Bedingungen leben. Und natürlich gibt es auch hier mittlerweile sehr viele Nottiere, daher fangen wir gleich mit dem Wichtigsten an, woher bekomme ich Rennmäuse? Meine Empfehlung auf diesem Gebiet sind natürlich Tierheime oder private Pflegestellen, die mittlerweile fast jedes Gebiet in Deutschland abdecken und teilweise auch überregional per Mitfahrgelegenheit vermitteln. Diese haben den Vorteil, daß man auch gleich für Fragen die richtigen Ansprechpartner hat. Schauen sie doch einmal hier vorbei:

http://wiki.mausebande.com/vermittlung/farbmaus

Einzelhaltung auf gar keinen Fall !

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Die Rennmaus in freier Wildbahn lebt in großen Verbänden zusammen und sollten auch bei uns als Heimtiere keinesfalls einzeln gehalten werden. Sie brauchen einen Partner mit dem sie spielen, kuscheln , putzen und kommunizieren können. Einzeln gehaltene Renner können im schlimmsten Falle seelisch verkümmern.
Am besten bewährt haben sich bisher Pärchenkonstellationen, sprich entweder zwei Gleichgeschlechtliche oder ein Weibchen zusammen mit einem kastrierten Männchen. Gruppenhaltung ist auch möglich, sollten aber nur fortgeschrittene Halter praktizieren, da es dort zu Schwierigkeiten kommen kann.

Die richtige Behausung und Inneneinrichtung:

Für ein Rennerpärchen sollte eine mindest Gehegegröße von 100 Länge, 50 cm Breite und 50cm Höhe gelten, hierbei gilt natürlich wie immer, je größer desto besser. Die normalen Kaufkäfige sind meist ungeeignet, da dort der Buddelleidenschaft der Renner meist nicht gerecht werden kann. Empfohlen werden können hier eher Aquarien mit Abdeckung oder Eigenbauten.  Für ausreichend Beschäftigung sollte außerdem gesorgt werden. In einem Gehege wo die Kleinen nach Herzenslust wühlen, graben und Gänge anlegen können , fühlen sie sich schnell wohl. Da Renner wahre Wühlmäuse sein können und ihr Gehege innerhalb weniger Stunden umbauen können, wird zudem empfohlen mehrere Etagen zu benutzen, damit ihnen auch immer frisches Futter und Wasser gereicht werden kann, ohne das sie es sich zu buddeln.

Unsere Gehege beispielsweise sehen so aus:

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In diesem Gehege wohnen unsere beiden Rennmaus Mädels, die untere Etage nutzen sie meist nur zum Buddeln und Schlafen. Normalerweise ist die Einstreu noch höher, aber am Tag der Aufnahme haben sie alles mal wieder rausgeschmissen . Die übrigen drei Etagen sind zum Rumtoben, Fressen und Klettern gedacht und sie nutzen es auch dementsprechend. Als Einrichtungsmaterial haben sich Holz und Äste bewährt. Da die beiden einen enormen Bewegungsdrang haben, haben sie noch ein Wobust Wheel als Laufrad bekommen (Durchmesser 30cm damit es auch nicht schadet).
Der Schrank hat die Maße:
Länge: 100cm
Breite: 50 cm
Höhe: 150 cm
Die einzelnen Etagen erreichen sie durch Klettermöglichkeiten.
Ein Sandbad für die Fellpflege darf natürlich auch nicht fehlen.

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Unsere 2 Jungs hingegen wohnen in einem alten Aquarium, was für sie umgerüstet wurde.

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Dieses Becken hat die Maße
Länge: 140cm
Breite: 50cm
Höhe: 60cm
Auch hier wurde natürlich für genügend Einstreu, Klettermöglichkeiten und Nistmaterial, sowie ein Sandbad gesorgt. Auch sie hatten zuerst ein Laufrad, dieses wurde aber bei den beiden gänzlich ignoriert und hinterher von uns entfernt um den Platz anderweitig zu nutzen.


Ernährung:

Ich habe beschlossen auf diesen Bereich nur sehr kurz einzugehen, vielmehr soll es als kleiner Einblick dienen. Dieser Bereich ist einfach viel zu umfangreich und wichtig das man ihn hier an dieser Stelle auslassen könnte. Beachten sie aber bitte, das es sich hier wirklich nur um einen ganz kleinen Beispielbereich handelt, erkundigen sie sich bitte vor der Anschaffung auf einschlägigeren Seiten wie Die Brain um genauere Infos

http://www.diebrain.de/re-futter.html


Trockenfutter:

Hier sollte darauf geachtet werden, das sich in den Bestandteilen weder Zucker, Melasse, Fette oder Honig befinden, das würde unseren kleinen Rennern mehr schaden als nutzen. Das Rennmausfutter sollte  Kleinsämereinen, Getreide, getrocknetes Gemüse und Obst (sehr wenig) sowie getrockneten Kräutern enthalten.
Ein gutes bereits fertiges Rennmausfutter ist das WitteMolen Country Mäusefutter, welches erhältlich ist bei der Firma

https://www.rodipet.de/index_ssl.htm

Gemüse:

Sollte mindestens 3-4 mal wöchentlich gereicht werden. Gut bewährt haben sich die meisten Wurzelgemüsesorten (Möhre, Steckrübe, Sellerie, Fenchel). Es sollte aber darauf geachtet werden, daß die kleinen Nager nur so viel bekommen wie sie an einem Tag fressen. Daher sollte täglich auf Reste kontrolliert werden und diese entfernt werden.

Äste und Heu:

Sollten einem Renner immer zur Verfügung stehen. Dieses ist nicht nur für die Zähne gut, sondern auch bei Heu um den Rohfasergehalt zu decken. Zudem benutzt der Renner Heu sehr gerne um sein Nest auszupolstern und Gänge anzulegen. Äste wie z.B.. vom Apfelbaum können mit Blättern gereicht werden.

Tierisches Eiweiß:

Ebenso ein unverzichtbarerer Bestandteil in der Ernährung ist das tierische Eiweiß. Renner sind keine Vegetarier und auch in freier Wildbahn ernähren sie sich auch schon mal von kleinen Insekten. Das Eiweiß kann in Form von frischen Mehlwürmern, getrockneten Bachflohkrebsen, Grillen, Heimchen, Magermilchjogurt, Magerquark oder einem Stückchen hartgekochtem Ei gereicht werden.

Wasser:

Sollte immer und ausreichend zur Verfügung gestellt werden! Ein falsches Vorurteil wie: Die Tiere ziehen sich die Flüssigkeit aus dem Frischfutter was sie bekommen, ist gänzlich falsch und kann zu gesundheitlichen Schäden führen.
Wir bieten unseren Rennern die Wasserquelle in zweifacher Ausführung an. Zum einen in einer handelsüblichen Nippeltränke , zum anderen in einem kleinen Napf aus Porzellan oder Keramik.

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