| Nilguen News 23022007 |
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18.02. 18:40: Ich bin noch in Olsberg, aber der Rucksack ist gepackt. Noch
knapp 2 Stunden dann startet die Fahrt zum Kölner Flughafen.
Ich bin absolut gespannt auf das, was mich in der Türkei erwartet. Was hat
sich oder verbessert oder verschlechtert. Start 20:30 nach Köln. Gegen 22 Uhr bin ich am Airport Köln - Bonn angekommen. Schnell einen Parkplatz gesucht im Parkhaus 3, dann noch 10 Minuten Fußweg zum Terminal 2 Abflug D. Dann kam das übliche Prozedere. Gepäck aufgeben, alle Taschen leeren, Uhr, Kette, Schlüssel und Gürtel ablegen und durch den Kontrollrahmen gehen. Danach noch mal eine Kontrolle mit dem Handscanner, wichtig, auch unter den Schuhsohlen. Dann Passkontrolle und in den Warteraum. 23:50 habe ich dann unsere Sitzreihe 33 erreicht. Dann rollten wir endlos lang zum Start. Pünktlich 01:10 hat der Bomber dann abgehoben. Richtig bequem zum Schlafen war es dann nicht. Nach unspektakulären 2 Stunden und 45 Minuten setzte der Flieger in Izmir auf. Passkontrolle, normales Gepäck am Band abholen. Dann das Warten auf "oversize Gepäck". Das stand plötzlich und erst unbemerkt mitten in der Halle. Gegen 8 Uhr fiel dann die Zielflagge in Yenifoca bei Mustafa und Nilgün. Eine herzliche Begrüßung folgte. Im Vorgarten lief ein Junghund herum, etwas ängstlich. Im Haus dann der Empfang der Resttruppe. Maskara, Zel, Karakiz, Tati, Karam. Karam ist seit dem letzten Mai ordentlich gewachsen und leider hat sich herausgestellt das Tati und Maskara wohl keine Freunde mehr werden. Sie müssen immer räumlich getrennt werden. Der Junghund im Vorgarten ist erst seit 2 Tagen dort, war wohl auch 'ne "Überproduktion" ohne Verwendung. Während des Frühstücks hat Nilgün uns über das ein oder andere, in ihrer gewohnt schnellen Art, aufgeklärt. Nach dem sie das Futter zubereitet hat, ging es auf Futtertour. Es war erfreulich zu sehen, dass der Hund mit der gebrochenen Pfote vom letzten Jahr sich gut erholt hat. Es sind immer noch erschreckend viele Straßenhunde zu füttern. Wir hielten an einem Bach an, dort lag die Leiche eines offenbar vergifteten Kangalmixes. Das war nicht gerade appetitlich. Auch diesen Hund haben die beiden ein paar Tage noch gefüttert. Auch Welpen kamen an die Futterstellen. An einer Futterstelle waren einige Welpen vorhanden. Auch auf einem Bauernhof gab es Welpen. Der Bauer will die Welpen nur so lange behalten, wie sie von Karsilayans gefüttert werden. Dann will er sie auf die Straße setzen. Als er aber gemerkt hat, dass wir uns dafür interessieren, hat er gleich gefragt was die Allemannen dafür bezahlen wollen. Dass die Karsilayans zur Zeit nicht gerade eine Glückssträhne haben wissen wir ja, dass es aber nach Sirins Tod nochmal Unheil geben sollte, konnte man nicht ahnen. Domi, der Hund an dem Mustafa besonders hing. Es war der Hund der mit heißem Öl übergossen wurde. Er war krank. Man konnte es ihm sofort ansehen. Gefressen hat er auch nicht mehr richtig, Domi wurde nach Izmir in eine Tierklinik gefahren. Dr Arzt hat was von "Beans" erzählt und von einem zu hohen Zuckerwert im Blut. Somit kam Mustafa ohne den Hund zurück. Er bekam Infusionen und es wurden weitere Blutparameter bestimmt. Es stand nicht gut um ihn. Am nächsten Abend kam die Diagnose, dass beide Nieren total verkümmert waren. So das den beiden am nächsten Morgen nur noch die Entscheidung zur Euthanasie blieb. Übrig blieben ausgepowerte Menschen mit feuchten Augen. Es werden auch Katzen auf der Straße versorgt. Eine dieser Katzen gehörte einem Bekannten der irgendwie abwesend war und Nilgün das Füttern überlassen hat. Nilgün hatte dann an Domis Todestag die Aufgabe Bescheid zu sagen, dass die Katze überfahren worden ist. Da möcht man schon mal sagen: "Herr Gott, es reicht" |
