| Nilguen News 19052006 |
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Wie sieht so ein Tag bei dem Ehepaar Karsilayan aus? Nilgün steht jeden morgen, 7 Tage in der Woche, um 5 Uhr auf. Mustafa schläft etwas länger, was aber auch einen Grund hat. Es werden dann früh morgens ca.10 Kg Nudeln und 4 Kg Hühnerhälse gekocht. Dazu kommt Gemüse und Trockenfutter. Milch wird auch immer mitgenommen. Wenn Mustafa aufgestanden ist, geht er zuerst mit den Hunden raus. Er führt jeden der 6 einzeln aus. In der Zeit verteilt Nilgün das Futter auf diverse Näpfe. Mustafa kümmert sich nach dem Gassi gehen um die Bodenpflege, Wischen und Staubsaugen. Das hat mein Bild vom türkischen Mann auch ein wenig umgeworfen. Dann wird gefrühstückt. (Sehr lecker) Wenn dies vorbei ist und das Auto mit Futter und Wasser beladen ist, geht es auf Fütterungstour. Zurzeit versorgen die beiden ca.75 Hunde am Tag. Die Zahl setzt sich so zusammen: 6 Hunde im Haus, 18 auf ihrem neuen Grundstück und ca.50 Hunde auf der Straße oder bei anderen Hundebesitzern, die ihre Tiere aber nicht richtig versorgen. Um es etwas verständlicher zu machen, hier mal eine Entfernungstabelle: Yenifoca > Foca = 26 Km Yenifoca > Tierheim Foca = 16 Km Yenifoca > Eigenes "Tierheim" 9 Km Es geht dann Richtung "Eigenes Tierheim". Am Ende des Ortes dann der erste Halt. Es werden 3 – 4 Hunde an der „Müllecke“ versorgt. Einer dieser Hunde hat einen Staupetick und ist sehr scheu. Er wird schon mal von den Anderen vom Futter vertrieben. Sodass sehr darauf geachtet wird, dass er genug mitbekommt. Nicht weit davon gibt es den 2. Halt. Es gibt dort eine Siedlung, wo auch einige Polizisten wohnen. Am Ende der Siedlung werden wieder 3 – 4 Hunde auf einer Treppe gefüttert. Einer von denen hat offensichtlich eine gebrochene Pfote. Ihn haben wir in den letzten Tagen nicht mehr gesehen. Dann, einige Kilometer weiter, geht es von der Asphaltstraße ab. Vorbei an 2 ärmlichen Bauernhöfen. Dort werden auch mehrere Hunde versorgt. Nilgün versucht immer wieder, die Kinder auf dem Hof anzuleiten, wie sie mit den Tieren umgehen müssen. Sodas sie zumindest die Tiere mit Wasser versorgen und Ähnliches. An manche Hunde muss man Schmiergeld (Futter), aus dem fahrenden Auto heraus, bezahlen. Sonst kommt man dort nicht durch. Jetzt sind wir dann bei den eigenen Hunden angekommen. Bis September soll auf dem 5000-m²-Grundstück das neue Haus entstehen, allein der Glaube fehlt, dass das klappt. Es sind 19 Tiere. Sie bekommen alle eigene Futterschüssel. Die Wasserbehälter werden gereinigt und neu gefüllt. Der Hundekot wird von Nilgün "Handverlesen". Zurzeit ist der Bereich in 3 Zwingeranlagen aufgeteilt. Die Tiere sind alle sehr freundlich und auch gut genährt. Sie werden auch regelmäßig geimpft. Nachdem die Näpfe und der Beutel mit Nilgüns "Beute" verstaut sind, geht es wieder Richtung Siedlung in Yenifoca. Dann wird das Mittagessen vorbereitet. Mustafa führt die Hunde aus. Das Essen war immer sehr gut. Es wird dort nur sehr wenig Fleisch gegessen. Aber Unmengen an Yoghurt. Mehrere Kilo pro Woche. Jetzt müssen noch die Hausarbeit und die Einkäufe erledigt werden. Dann wird es etwas ruhiger, falls nicht wieder das Telefon klingelt. Das tut es aber sehr oft. Am Abend, so gegen 21:00 bis 21:30 Uhr geht es auf die Tour mit der "Nachtpost", wie Nilgün es nennt. Das bedeutet, dass Mustafa losfährt, um die Straßenhunde in der Stadt zu versorgen. In der Saison macht Mustafa das nachts. Außerdem führt Mustafa auch die eigenen Hunde nachts noch mal aus, da es dann weniger Stress mit den Nachbarn gibt. Das ist auch der Grund, warum Mustafa länger schläft. |
