| Meeri Fütterung |
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| Dienstag, 15. April 2008 | |
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Grundsätzliches zur Fütterung von Meerschweinen Unsere Meerschweinchen stammen ursprünglich aus dem Andengebiet in Südamerika. Sie haben sich über Generationen an eine Umgebung angepasst in der es kaum bzw. wenig gehaltvolles Futter gibt. Was bedeutet diese Tatsache nun aber für uns, wenn wir unsere kleinen Lieblinge möglichst artgerecht füttern wollen? Das Grundnahrungsmittel für Meerschweinchen ist Heu, Heu, Heu und nochmals Heu. Es muss ganztägig in ausreichender Menge und guter Qualität zur Verfügung stehen. Beim Verzehr von Heu wird viel Speichel gebildet, das Kauen der Rohfaser ist zudem sehr wichtig für den Zahnabrieb. Durch eine Ernährung, die auf gutem Heu basiert, lassen sich leichte Zahnprobleme u.U. gut in den Griff bekommen. Das Heu sollte eine grünliche Farbe und einen angenehmen Geruch haben und nicht stauben. Keinesfalls sollte muffiges oder schimmeliges Heu verfüttert werden. Die Leibspeise der meisten Schweinchen ist Frischfutter. Es schmeckt gut, enthält alle wichtigen Nährstoffe und macht nicht dick. Es darf und soll also reichlich angeboten werden. Dazu zählen vor allem Möhre, Salat, Maisblätter, Gurke, Paprika, Fenchel und viele andere Obst- und Gemüsesorten. Eigentlich fast alles, was der Supermarkt an frischem Gemüse so her gibt. Detaillierte Futterlisten gibt es im Internet sowie bei fachkundigen Tierärzten. Generell gilt: wenn man sich unsicher ist, ob ein bestimmtes Gemüse oder Obst auf den Speiseplan der Tiere gehört – besser nicht füttern. Das einmalige Ausprobieren kann unter Umständen fatale gesundheitliche Folgen haben. Bei der Fütterung ist generell darauf zu achten, dass das Gemüse gut abgewaschen und getrocknet ist. Das Frischfutter sollte stets im Kühlschrank gelagert werden, jedoch nicht direkt aus dem Kühlschrank verfüttert werden, da es sonst leicht zu Verdauungsproblemen kommen kann. Wir empfehlen daher, das Frischfutter erst zu verfüttern, wenn es auf Zimmertemperatur angewärmt ist. Idealerweise sollte das Futter einen hohen Vitamin C Gehalt haben, denn Meerschweinchen können, so wie auch der Mensch, Vitamin C nicht selbst herstellen. Erwachsene Tiere benötigen 10-15 mg Vitamin C am Tag, trächtige Sauen brauchen die doppelte Menge. Grüne Pflanzen enthalten reichlich Vitamin C. Auch Karotte, Sellerie, Rote Beete, Petersilie und Paprika sind gute Vitamin C- Quellen. In den Frühlings- und Sommermonaten lieben Meerschweine auch frisches Gras oder frisch gepflückten Löwenzahn. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass das Gras nicht an Straßenrändern oder Plätzen gepflückt wird, an denen Hunde ihre Geschäfte hinterlassen, oder die durch Abfälle verschmutzt sind. Gras und Löwenzahn sollten ungespritzt sein, sicherheitshalber kann man sie zusätzlich gründlich waschen. Es ist sehr wichtig, dass man bei der ersten Fütterung im Frühjahr ganz langsam anfüttert, damit das Verdauungssystem der Tiere nicht überreagiert. Wer zu schnell und zuviel Gras auf einmal füttert, riskiert dass die Tiere aufgasen und das Verdauungssystem aus dem Gleichgewicht gerät. Zusätzlich sollte man den Tieren Zweige von Birke, Apfel und Haselnuss auch mit Blättern ins Gehege geben. Das fördert nicht nur den Zahnabrieb, sondern das knabbern macht den Meeris auch großen Spaß. Vorsicht jedoch bei Pflaumenbäumen, die Rinde enthält Spuren von Blausäure. Wenn eine Fütterung auf Heubasis mit Frischfutter wie Karotte, Apfel, Fenchel und anderem frischen Obst und Gemüse sinnvoll ergänzt wird, dann hat das Tier alles, was es braucht. Eine zusätzliche Fütterung mit den handelsüblichen Futter ist dann eigentlich nicht mehr nötig. Copyright by Lissy und Pluto von http://schweinchenrettung.plusboard.de |
