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Warum Hunde aus dem Ausland?
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Immer wieder hört man "Warum Hunde aus dem Ausland, erstmal
sollte man den eigenen Hunden im Land helfen".


Dies ist sicher nicht ganz falsch. Jedoch ist es leider so, daß der Tierschutz im Ausland
noch nicht so ausgebaut ist wie in Deutschland und diese Tiere auf Hilfe von außerhalb
angewiesen sind. Viele Tiere verenden qualvoll auf der Straße, weil sich niemand um
sie kümmert. Allerdings kann die Ausfuhr aus dem jeweiligen Land immer nur als Hilfe
für Einzelschicksale gesehen werden, denn die alleinige Ausfuhr der Tiere ändert an
den Zuständen im Land oft garnichts, hier bedarf es Hilfe vor Ort, damit sich längerfristig
die Situation verbessert: durch Kastrationsprogramme, Aufklärungsarbeit, politische
Tierschutzarbeit, etc.

Trotzdem möchten wir gern allen Tieren helfen, die Hilfe nötig haben. Nur das Tier zählt
und nicht, was es ist oder woher es kommt. Wir freuen uns über jede arme Socke, die ein
Plätzchen an der Sonne ergattern konnte.

Trotzdem wollen wir natürlich auch über die Besonderheiten eines Auslandhundes aufklären.
Hundefreunde, die einen Hund aus dem Ausland aufnehmen wollen, sollten sich bewußt sein
was sie erwarten "kann", um nicht beim ersten Problem das Handtuch zu werfen und den
Hund wieder abzuschieben, denn egal welchen Hund Sie aufnehmen - es sollte für den Rest
seines Lebens sein.

Diese Hunde haben oft nur eines gelernt - überleben.

Sie sind auf der Straße aufgewachsen und sind daher meist

- nicht stubenrein (sie kennen ja kein Haus von innen)
- ängstlich (da sie keine oder schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben)
- haben Jagdtrieb (sie waren ja darauf angewiesen etwas zu futtern zu ergattern)
- haben keinerlei Erziehung (woher auch)
- sind nicht leinenführig (haben dies ja nie kennengelernt)
- sind sehr selbständig (da sie sich ja alleine durchkämpfen mussten)
- mäkelige Fresser (sie haben sich von Müll ernährt und kennen kein Hundefutter)

Es dauert unter Umständen Wochen oder gar Monate bis solch ein Hund Vertrauen
gefaßt und sich eingelebt hat. Es braucht noch mehr Geduld diesen Hund zu einem
gut erzogenen Hausgenossen zu machen.

Auch muß man bedenken, daß die Auffangstationen nicht mit deutschen Tierheimen zu
vergleichen sind und man muß damit rechnen, daß der Hund Parasiten, Flöhe, Milben,
Dreck und allerlei üble Gerüche mit sich bringt. So manches schöne Fell erkennt man
erst nach dem fünften Bad.

Auch sollte man über eventuelle Krankheiten von Auslandshunden informiert sein
(siehe Infos/Krankheiten).

Wenn Sie bereit sind dies alles auf sich zu nehmen, sind Sie der/diejenige, die nach all den
Mühen einen treuen Begleiter an der Seite hat, egal, ob aus Deutschland oder aus dem
Ausland. Und blickt man dann in diese treuen Hundeaugen, kann man sagen - ja - die
Mühe hat sich gelohnt.


 
   
 
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